Vier Tage, mehrere hundert Gespräche, und eine Frage in fast jedem davon: Wie sieht Kubernetes im Fahrzeug in der Praxis aus? Vom 22. bis 25. September 2026 waren wir auf der InnoTrans in Berlin, Halle 4, Stand 235. Was wir mitnehmen, ist ein ziemlich präzises Bild davon, wo die Branche gerade steht.
Danke für Ihren Besuch an unserem Stand in Berlin
Die InnoTrans 2026 hat bestätigt, was sich seit einiger Zeit abzeichnet: Betreiber und Integratoren fragen nicht mehr, ob Onboard-Systeme vernetzt und zentral verwaltet werden sollen. Sie fragen, wie sie echte Workloads im Fahrzeug betreiben, ohne für den Edge ein eigenes Betriebsmodell aufzubauen – und wie dieses Modell auditierbar bleibt, wenn NIS2 und der Cyber Resilience Act vom Papier in die Ausschreibung wandern.
Hier ein Rückblick auf die drei Demos aus Halle 4 – und wie Sie das Gespräch fortsetzen können, falls wir uns in Berlin verpasst haben.

Die meistgefragte Demo: Kubernetes im Fahrzeug
Unwired Edge Compute bringt dasselbe Kubernetes ins Fahrzeug, das in Rechenzentren weltweit läuft. Am Stand haben wir gezeigt, wie ein bestehender Cloud-Workload mit minimalen Anpassungen an Bord läuft – und wie er über die Unwired Edge Cloud flottenweit verwaltet wird.
Warum trifft das einen Nerv? Weil Onboard-Software heute fast immer gegen einen gerätespezifischen Stack gebaut wird: ein Hersteller-SDK, ein proprietäres Container-Format oder ein cross-kompiliertes Binary, das nur pflegen kann, wer es geschrieben hat. Jede Anwendung wird zum Integrationsprojekt, jede Flotte zum Sonderfall.
Standard-Kubernetes an Bord hebt diese Trennung auf. Dieselben Manifeste, dieselben Images, dieselbe CI-Pipeline und dieselben Betriebswerkzeuge, die ein Team in der Cloud bereits nutzt, gelten auch im Fahrzeug. Fahrgastinformation, CCTV-Analytik, Predictive-Maintenance-Agenten, Ticketing-Backends und Diagnose-Workloads werden zu gewöhnlichen Deployments – nicht zu maßgeschneiderten Firmware-Integrationen.
Diese Kombination aus vertrauter Entwicklererfahrung und flottenweiter Kontrolle war das Thema, zu dem wir in Berlin die meisten Folgetermine vereinbart haben.
NIS2- und CRA-ready, ohne die Flotte umzubauen
Compliance war die zweithäufigste Frage am Stand – und sie wird anders gestellt als noch vor einem Jahr. Damals ging es darum, was die Regulierung verlangt. In Berlin ging es um Nachweise: Wer kann auf Anfrage belegen, welche Softwareversion auf welchem Fahrzeug läuft und was während eines konkreten Vorfalls passiert ist?
Die Unwired Edge Cloud führt Modem-Telemetrie, GPS, Durchsatz und Container-Metriken an einem Ort zusammen – in der EU gehostet, ISO-27001-zertifiziert und von Haus aus audit-ready. Der Nachweis ist ein Abruf, keine Berichtsübung im Nachhinein.
Was wir am Stand immer wieder betont haben: Readiness verlangt keinen Austausch der gesamten Flotte in einem Schritt. Sie verlangt eine durchgängige Management- und Telemetrie-Ebene über alles hinweg, was bereits verbaut ist. Dann hängen Sichtbarkeit, Update-Kontrolle und Nachvollziehbarkeit nicht mehr davon ab, welche Hardware-Generation ein Fahrzeug gerade trägt.
LEO-WAN-Bonding: Satellit plus Mobilfunk statt entweder-oder
Die dritte Demo beantwortete eine Frage, die seit dem Aufkommen von LEO-Konstellationen für die Bahn an Dringlichkeit gewonnen hat: Ersetzt Satellit den Mobilfunk oder ergänzt er ihn?
Die Antwort: Er ergänzt ihn – wenn man beides richtig kombiniert. Die Unwired Edge Cloud bündelt 5G, 4G, LEO-Satellit und Festnetzleitungen auf Paketebene. Die Bandbreiten addieren sich, und fällt eine Verbindung aus, tragen die anderen die Session ohne Unterbrechung weiter. Wie das technisch funktioniert, erklärt unsere Seite zum WAN-Bonding.
Genau das brauchen Fahrgast- und Betriebsverkehr an Bord: eine Verbindung, die nicht an der Stadtgrenze endet und beim Wechsel zwischen den Uplinks keine Sitzung abreißen lässt.

Lassen Sie uns das Gespräch fortsetzen
Ob wir in Berlin gesprochen haben oder Sie jetzt einsteigen: Buchen Sie eine persönliche Demo der Unwired Edge Cloud und sehen Sie Kubernetes im Fahrzeug für Ihre eigene Flotte. Edge-Cloud-Demo buchen.
Keinen Termin in Berlin bekommen? Wir holen ihn nach – wo immer Sie sind. Und wenn Sie lieber zuerst sprechen möchten, melden Sie sich einfach.




