Wie finde ich den passenden Railway Router?

Als Betreiber neuer Bahnstrecken und verantwortlich für die Implementierung moderner Verbindungslösungen sehen Sie sich einem komplexen Marktangebot gegenüber. Die Vielzahl verfügbarer Bahnrouter – jeder mit eigenen Funktionen, Leistungsniveaus und Zertifizierungen – macht die Auswahl der optimalen Lösung zu einer anspruchsvollen Aufgabe.
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Den richtigen Railway Router wählen

Als Betreiber neuer Bahnstrecken und Verantwortlicher für die Implementierung moderner Konnektivitätslösungen stehen Sie vor einem vielschichtigen Marktangebot. Die Vielzahl verfügbarer Railway-Router – mit jeweils eigenen Funktionen, Leistungsstufen und Zertifizierungen – macht die Auswahl der optimalen Lösung zu einer anspruchsvollen Aufgabe.

Die wichtigsten Fragen bei der Router-Auswahl

  • Welcher Router passt am besten zu den Anforderungen meines Projekts?
  • Welche Router-Funktionen sind für einen stabilen und effizienten Bahn-Betrieb entscheidend?
  • Wie garantiere ich langfristige Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit meines Routers?

In diesem Whitepaper gehen wir den wichtigsten Fragen nach, die sich bei der Auswahl moderner Railway-Router stellen.

Sie erfahren, welche Funktionen in der Praxis wirklich entscheidend sind – etwa zuverlässige Konnektivität, intelligentes Netzwerkmanagement, sicherer Fernzugriff und umfassende Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe.

Darüber hinaus zeigen wir, wie die richtige Kombination aus Hardware und Software die Lebensdauer Ihrer Router deutlich verlängern kann – in vielen Fällen fast eine Verdopplung der Einsatzzeit. Der Schlüssel liegt in einem oft unterschätzten, aber entscheidenden Faktor: kontinuierlicher Softwaresupport und professionelles Lifecycle-Management.

Mit diesem Wissen können Sie fundierte Entscheidungen treffen, die Betriebssicherheit erhöhen, Ihre Investitionen besser ausschöpfen – und Ihre Bahninfrastruktur langfristig zukunftssicher machen.

Den passenden Railway-Router finden

In vier Schritten zur Auswahl

Zur besseren Orientierung bei der Routerauswahl bieten wir Ihnen eine klare Schritt-für-Schritt-Methodik:

Schritt 1

Definieren Sie Ihr Einsatzszenario

  • Einfache Betriebskommunikation (Light Rail): Grundfunktionen wie Telemetrie und die Übertragung von Fahrzeugdaten zur Strecke.
  • Nicht-kritisch, hoher Bandbreitenbedarf (Heavy Rail): Solide Bandbreite für WLAN, Videoüberwachung, grundlegendes Edge Computing und VPN-Funktionalität.
  • Leistungsintensive Anwendungen (High-Speed Rail): Premium-WLAN, Echtzeitkommunikation und mehrere parallele Edge-Anwendungen.

Schritt 2

Technische Anforderungen prüfen

  • Bauform & Montage: Verfügbare Einbauflächen, Temperaturbereiche und mechanische Kompatibilität prüfen.
  • Stromversorgung: Prüfen Sie die Kompatibilität (24-110V, PoE).
  • Netzwerkleistung: Ethernet-Bandbreite (100 Mbit/s, 1-10 Gbit/s).
  • Mobilfunk & WLAN: Passende LTE-/5G-Standards und WLAN-Spezifikationen.
  • Weitere Schnittstellen: GNSS-Funktionalität und OT-Schnittstellen (Serial, CAN).
  • Rechenleistung: Prozessorarchitektur (ARM vs. x86), RAM-Ausstattung und KI-Beschleunigung.

Schritt 3

Netzwerkkapazität planen

  • Erforderliche Bandbreite berechnen: Grundlage ist die Fahrgastanzahl und der zu erwartende Datenverbrauch.
  • Routeranzahl & Mobilfunk-Anbindung festlegen: Berücksichtigen Sie Fahrzeuglänge, Fahrgastzahl, verfügbare Mobilfunktechnologien und ggf. Satellitenoptionen.
  • WLAN-Abdeckung optimieren: Planen Sie Access Points basierend auf der Fahrgastdichte, um stabile und leistungsfähige Verbindungen im gesamten Fahrzeug sicherzustellen.

Schritt 4

Zukunftssicherheit und Lifecycle bewerten

Die Hardware-Auswahl entscheidet über die ersten Jahre, Software­support und Lifecycle-Management über die gesamte Einsatzdauer. Im vierten Schritt prüfen Sie, wie sich …

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Hier endet die Vorschau. Der vollständige Leitfaden kommt per E-Mail.

Im Whitepaper lesen Sie außerdem:

  • Schritt 4 komplett: Herstellersupport, OTA-Updates und Plattform-Flexibilität als Auswahlkriterien, mit denen Sie die Einsatzzeit Ihrer Router nahezu verdoppeln.
  • Vergleichstabelle mit 11 führenden Railway-Routern: Mobilfunk, Wi-Fi, Schnittstellen, Zertifizierungen sowie Stärken und Schwächen, von Teltonika über Netmodule bis Duagon und Lanner.
  • Praxiswerte für die Netzplanung: Bandbreite pro Fahrgast, Routeranzahl pro Wagen und WLAN-Dimensionierung, direkt übernehmbar in Ihre Projektplanung.
  • Standards im Wandel: RED, EU Cyber Resilience Act, IEC 62443, IEC 63452 und NIS-2, und was davon wann für Ihre Beschaffung verpflichtend wird.

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FAQ

So berechnen Sie den Bandbreitenbedarf für Ihre Router-Infrastruktur:

  • 0,5–0,7 Mbit/s pro Fahrgast für Pendlerzüge
  • 1–2 Mbit/s pro Fahrgast für Fernverkehr
  • Multiplizieren Sie mit der Sitzplatzanzahl und berücksichtigen Sie eine gleichzeitige Nutzungsrate (meist unter 50 %)

Damit lassen sich Mobilfunk-Uplinks und WLAN-Kapazitäten zielgerichtet dimensionieren.

Je nach Zugtyp unterscheiden sich die Anforderungen an Router-Konfigurationen:

  • Straßenbahn (Light Rail): Kompakte Router mit 1–2 LTE/5G-Modems
  • Regionalzüge: Modulare Router mit mehreren Uplinks und Edge-Computing-Funktionen
  • Hochgeschwindigkeitszüge: Hochleistungsfähige Rack-Router mit Satellitenanbindung und 4–6 Mobilfunkmodems

Tipp: Bewerten Sie vor der Auswahl stets den konkreten Einsatzzweck, die Fahrgastanzahl und die betrieblichen Anforderungen.

Nein – Wi-Fi 7 ist aktuell in den meisten Bahn-Szenarien nicht erforderlich.

  • Wi-Fi 6: Bester Kompromiss aus Leistung, Gerätekompatibilität und Zukunftssicherheit
  • Wi-Fi 5: Kann bei hoher Auslastung zu Engpässen führen
  • Wi-Fi 7: Noch teuer und bietet im Bahnkontext derzeit nur begrenzten Mehrwert

Faustregel:

  • 1 Router unterstützt bis zu 4 einstöckige Waggons
  • 2+ Router bei Doppelstockzügen oder langen Kompositionen zur besseren Bandbreitenbündelung

Empfehlungen:

  • Für Basisanforderungen: LTE CAT12+
  • Für hohe Anforderungen: 5G mit 2–3 Modems
  • Mehr als 3 Modems vermeiden – zu hohe Antennenkabel-Komplexität
  • LEO-Satellitenuplinks (z. B. Starlink) können die Performance zusätzlich verbessern – sofern verfügbar

Zertifizierungsanforderungen unterscheiden sich je nach Betreiber, Region und Anwendungsfall.

Unverzichtbar bei der Beschaffung:

  • EN 50155 (Betriebssicherheit)
  • EN 45545 (Brandschutz)

Zeitpunkt- und einsatzabhängig:

  • RED (EU 2022/30) – ab 2025 verpflichtend
  • EU Cyber Resilience Act (CRA)
  • IEC 62443 / DIN EN 50701 (IT/OT-Sicherheit im Bahnkontext)
  • NIS 2 Richtlinie und DSGVO

Empfehlung: Setzen Sie auf Plattformen, die durch Dokumentation, Testnachweise und OTA-Updates nachweislich zertifizierbar sind. So vermeiden Sie teure Vorabzertifizierungen und bleiben flexibel gegenüber zukünftigen Anforderungen.

  • 20 min read

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